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FORUM LEITUNGSWASSER: Die Eckpfeiler der Strategie stehen

Mit dem FORUM LEITUNGSWASSER bringt die AVW technische Entscheider der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft an einen Tisch. Das Ziel: Die Erkenntnisse der Versicherungswirtschaft aus rund 1 Mio. Leitungswasserschäden jährlich kommunizieren und gemeinsam Strategien zur Verhütung von Leitungswasserschäden im Sinne der Mieterzufriedenheit entwickeln. Nach dem erfolgreichen Auftaktworkshop des FORUMS im August 2017 fand nun der zweite Workshop statt. Das Ergebnis: Die Eckpfeiler für eine Strategie zur Vermeidung von Leitungswasserschäden stehen fest.

Wasser, das in Strömen die Wände herunterfließt. Riesige Blasen, die sich unter der Tapete bilden. Nasse Füße in der eigenen Wohnung. Und tage- bis wochenlange Trocknungs- und Sanierungsarbeiten.

Ein Rohrbruch erwischt immer zuerst den Mieter eiskalt (und das zu jeder Tages- und Nachtzeit). Doch die Folgen eines Leitungswasserschadens kosten alle Beteiligten Zeit, Geld und Nerven: Mieter, Vermieter und Versicherer. Das FORUM LEITUNGSWASSER hat sich deshalb die Prävention solcher Schäden zur Aufgabe gemacht. In produktiver Atmosphäre und unter regem Informationsaustausch fand am 29. November das zweite Treffen der technischen Entscheider der Wohnungswirtschaft im FORUM LEITUNGSWASSER in Hamburg statt. Im Fokus der Veranstaltung standen erneut die beiden Leitthemen: Leitungswasserschäden vermeiden, Mieterzufriedenheit erhöhen.

Vorträge, die zur Diskussion anregen

Das FORUM LEITUNGSWASSER ist keine frontale Vortrags-Veranstaltung, sondern vielmehr eine Einladung zum Austausch. Stefan Schenzel, Schadenberater der AVW, stellte der Runde repräsentative Schadenfälle vor, die direkt im Anschluss von den Teilnehmern mit eigenen Beispielen ergänzt und intensiv diskutiert wurden. Welche drei Schadenarten verursachen die größten Probleme im Unternehmen? Welche Ursachen hatten sie? Hätte man – und wenn ja, wie – diese vermeiden können? Im Best Practice Austausch wurde über wirksame Maßnahmen diskutiert.

Durch Datenanalyse die Schadenprävention unterstützen

Zentraler Inhalt der Auftaktveranstaltung im August war die Frage nach der Datenlage. Welche Daten sind notwendig, um Präventionsmaßnahmen abzuleiten? Anknüpfend an dieses Thema stellte Christoph Becher aus der AVW-Schadenberatung die Möglichkeiten des AVW Schadenmanagementportals vor. Mit diesem Tool kann man auf eine große Anzahl von Schadendaten zurückgreifen, um Häufigkeiten von Schadenursachen zu finden und diese gezielt anzugehen.

Darauf wies auch Udo Villmeter, Geschäftsführer der AVW Gruppe, hin. Er stellte dar, wie die AVW die Wohnungsunternehmen bei der Schadenprävention unterstützen kann:

  1. Anhand der vorhandenen Schadendaten erstellt AVW eine individuelle Analyse mit besonders betroffenen Objekten, räumlichen Ballungen, besonderen Schadenursachen und besonderen Einzelschäden.

  2. Im gemeinsamen Gespräch wird die Analyse besprochen, bereits erfolgte Maßnahmen aufgenommen, aktuelles Material ausgehändigt und Verabredungen getroffen.

  3. Das Wohnungsunternehmen erhält konkrete auf den jeweiligen Gebäudebestand bezogene Ansätze zur Schadenprävention. Durch AVW wird die Wirkung der umgesetzten Maßnahmen geprüft und in die Verhandlungen mit den Risikoträgern eingebracht.  

Geballtes Wissen für die Wohnungswirtschaft

Neue Einblicke ermöglichte der Vortrag von Herrn Dr. Scholzen: Der Diplom-Chemiker ist seit über 20 Jahren in der Schadenverhütung tätig, unter anderem mit dem Themenschwerpunkt Leitungswasserschäden und Korrosionsschutz. Lange Jahre hat er beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) in der Arbeitsgruppe „Naturgefahren und Leitungswasser“ mitgewirkt und war Sprecher der Projektgruppe Leitungswasser. Aus dieser Arbeitserfahrung berichtete Dr. Scholzen den interessierten Zuhören: Wie ist der Arbeitskreis an das Thema herangegangen? Was wurde betrachtet und vor allem: Welche Erkenntnisse konnten gewonnen werden, die speziell für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft relevant sind?

Eingespieltes Team, erfreuliche Ergebnisse

Geleitet wurde die Veranstaltung erneut von den renommierten technischen Experten Herrn Dipl.-Ing. Siegfried Rehberg und Herrn Dipl.-Ing. Helmut Asche, die bereits im August durch den Auftakt-Workshop führten. Auch dieser zweite Workshop war durch die kurzweilige Moderation und die rege Beteiligung aller Gäste wieder sehr erkenntnis- und erfolgreich: Die Eckpfeiler für eine Strategie zur Vermeidung von Leitungswasserschäden wurden definiert und können nun sukzessive ausgearbeitet werden.

Die Prävention von Leitungswasserschäden ist für Mieter, Vermieter und Versicherer gleichermaßen wichtig und wertvoll. Wir begrüßen es sehr, dass die technisch Verantwortlichen der Wohnungsunternehmen mit dem FORUM LEITUNGSWASSER dieses Thema in den Fokus rücken. Die nächste Veranstaltung findet am 25.04.2018 statt!