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Starkregen: die unterschätzte Gefahr

Das Wetter in Deutschland wird extremer. Unwetter treten in immer kürzeren Abständen auf, der Wechsel zwischen schadenarmen und schadenreichen Jahren verkürzt sich. Dadurch gewinnt auch das Thema Starkregen versicherungstechnisch an enormer Bedeutung. Staatliche Soforthilfen nach Naturkatastrophen wird es künftig nur noch dann geben, wenn sich die Betroffenen um eine Elementarschadenversicherung bemüht haben, aber keine Deckung durch Versicherer erhalten haben.

Die meisten Menschen unterschätzen die Gefahr, die von Starkregen ausgeht. Beim Stichwort „Überschwemmung“ denken sie an Gewässer – nicht an Starkregen. Die plötzlichen Regenfälle treffen Viele daher komplett unvorbereitet. Und richten dadurch besonders großen Schaden an.

Richtig versichern

Überschwemmungsschäden werden nur ersetzt, wenn eine Elementarschadenversicherung besteht. Häufig wird sie als Zusatzbaustein zu einer Wohngebäude-Police, selten auch separat als Einzelgefahr angeboten. In Deutschland sind gut 99% der Gebäude problemlos versicherbar. Und auch die übrigen 1% können fast alle versichert werden: einige mit Selbstbehalten, andere nach individuellen baulichen Schutzmaßnahmen. Zum Glück haben fast alle großen Wohnungsunternehmen inzwischen Naturgefahren in ihrem Versicherungsschutz eingeschlossen. Wem diese Police noch fehlt, den unterstützen wir gern auch kurzfristig bei der Auswahl des richtigen Versicherungsschutzes.

Nichtversicherbarkeit muss dokumentiert werden

Staatliche Soforthilfen nach Naturkatastrophen gibt es künftig nur noch für diejenigen Betroffenen, die sich um eine solche Elementarschadenversicherung nachweislich bemüht haben. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der Bundesländer am 01. Juni 2017 geeinigt. Das bedeutet: Wer sich nicht gegen Elementarschäden versichert hat, kann bei einer Naturkatastrophe nur dann auf finanzielle Hilfe hoffen, wenn der Abschluss der Police bewiesenermaßen verwehrt wurde. Vergebliche Anfragen bei den Versicherern sind deshalb unbedingt zu dokumentieren.

Hochwasserschutzfibel aktualisiert

Klima-Simulationen für die nächsten Jahre zeigen, dass die extremen Wetterlagen noch zunehmen werden. Wo und wann das nächste Mal ein Hochwasser entsteht, ist kaum vorhersehbar. Zahlreiche Präventionsmaßnahmen können im Fall der Fälle den Schaden minimieren: Dachbegrünungen, die Installation fester Barrieren, unbefestigte Flächen zum Versickern des Wassers oder druckwasserdichte Fenster und Türen zum Beispiel. Die gerade aktualisierte Hochwasserschutzfibel gibt eine umfangreiche Übersicht wertvoller Informationen an die Hand. Richtig umgesetzt, können die hier aufgearbeiteten Themen dazu beitragen, potentielle Schäden an der Bausubstanz von Gebäuden bei einem Überflutungsereignis zu mindern.

Sie möchten Ihr Eigentum besser gegen Starkregen versichern? Sprechen Sie uns an! Ihr Kundenmanager berät Sie gern über die Möglichkeiten.