Die Ursachen für Überschwemmungen sind vielfältig: Witterungsniederschläge können zu einer Ausuferung stehender oder fließender oberirdischer Gewässer führen oder einen Rückstau verursachen. Auch lokaler Starkregen oder der Austritt von Grundwasser an die Erdoberfläche können Überschwemmungen auslösen.
Die unmittelbar möglichen Folgen sind Wasser- und Durchfeuchtungsschäden
- an Grundstücken,
- an Gebäuden (Wände, Decken, Böden) sowie
- am Inventar und der Einrichtung.
Auch Personen können gefährdet sein und durch Überschwemmungen zu Schaden kommen.
Wo ist die Gefahr für Überschwemmungen besonders groß?
Wie hoch ist das Überschwemmungs- und Starkregenrisiko für ein Objekt? Bei der Risikobewertung hilft das von der ZÜRS Geo entwickelte Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen. Es weist standortbedingte Gefährdungen aus. Der große Vorteil: einheitliche und adressgenaue Einschätzungen von Überschwemmungsrisiken sind von überall aus möglich.
Ein weiteres Instrument zur Gefährdungsbeurteilung ist zum Beispiel der Hochwasser-Pass, in dem alle überflutungsbezogenen Gefährdungen integriert sind. Neben einer fundierten Gefährdungsbeurteilung bekommen Sie mit dem Hochwasser-Pass Tipps für geeignete Vorsorgemaßnahmen. Je nach Gefährdungslage sind unterschiedliche Schutzmaßnahmen sinnvoll, wie etwa der Einbau einer Rückstauklappe, einer Abwasserhebeanlage oder die Erhöhung der Rückstauebene.
Schäden durch Überschwemmungen: die wichtigsten Schutzmaßnahmen
Vor allem drei Strategien haben sich in der Überschwemmungsvorsorge bewährt, um Gebäude vor Überflutungen zu schützen oder zumindest Schäden am Gebäude zu minimieren. Besonders sinnvoll sind ganzheitliche Schutzkonzepte, die mehrere Schutzstrategien kombinieren.
- Ausweichen: Standortwahl/Errichtung von Neubauten auf Flächen, die potenziell nicht überflutet werden; Errichtung auf Stelzen oder Erhöhung des Gebäudestandorts durch Baugrundaufschüttung.
- Widerstehen: Die Strategie umfasst alle Maßnahmen, die das Eindringen von Wasser in ein Gebäude bis zum definierten Schutzziel verhindern – etwa über wasserdichte Außenwandkonstruktionen und wasserundurchlässige (druckwasserdichte) Fenster und Türen.
- Anpassen/Nachgeben: Sind Strategie 1 und 2 wirtschaftlich nicht sinnvoll anwendbar, können die Nutzungsart und die Gebäudebeschaffenheit darauf ausgelegt werden, dass das Eindringen von Hochwasser nur möglichst geringe Schäden anrichtet. Etwa durch wasserunempfindliche Baustoffe und die Verlagerung sensibler Nutzungsarten in die Obergeschosse.
Lesen Sie im nächsten Newsletter Teil 4 der Serie: Die wichtigsten Maßnahmen, um Schäden durch Blitzeinschläge zu verhindern.